Sticken und Stricken
Muster zum Sticken
Sticken gehört
zu den alten Handwerkskünsten. Diese Technik dient schon seit
vielen Jahrhunderten zum Verschönern von Textilien aller Art.
Noch lange bevor Färbe- und Druckverfahren günstig
Muster auf Kleidungsstücke und Stoffe zauberte, brachte die
Stickerei Farbe und Dekor auf die verschiedensten Textilien. Genauso
alt wie die Technik selber sind auch die Muster zum Sticken. Sie
reichen von einer einfachen Verzierung einer Bordüre bis hin
zur komplexen Bildgestaltung eines Wandgobelins. In mühevoller
Kleinarbeit wurden vor allem im Winter aufwändige Werke
gestaltet. Es waren meist die Frauen, die diese mühevolle und
detailgenaue Arbeit verrichteten.
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Auch heute erfreut sich die
Handarbeitstechnik des Stickens großer Beliebtheit. Dies mag
vielleicht an der Möglichkeit liegen individuelle
Stickarbeiten zu dedem erdenklichen Anlass herzustellen, aber mit
Sicherheit auch an der entspannenden Wirkung der Tätigkeit
selbst. Zum Sticken benötigt man den zu bestickenden Stoff,
einen Stickrahmen, Nadeln in unterschiedlicher Stärke und das
farblich passende Stickgarn. Bevor man sich das Material zum Sticken
besorgt entscheidet man sich für ein Muster zum Sticken. Diese
sehen vielleicht auf den ersten Blick etwas unübersichtlich
aus, geben aber genaue Auskunft über die verwendeten
Sticharten, benötigten Farben und den Materialbedarf. Alle
Muster zum Sticken haben eine ausführliche Legende, in welcher
die verwendeten Zeichen genau erklärt sind. Wird eine Stichart
verwendet, die nicht geläufig ist, bietet es sich an die
Stiche erst einmal auf einem Probestück so lange zu
üben, bis sie sicher ausgeführt werden
können.
Die Muster zum Sticken
können problemlos auf
fast alle Größen von Textilstücken
angepasst werden. Dies geschieht meist über einen
wiederholbaren Rapport, welcher beliebig oft aneinandergehängt
werden kann. Bei bildhaften Motiven ist das ein bisschen schwieriger.
Hier sollten die Muster zum Sticken ungefähr mit der
Größe des zu bestickenden Stoffes
übereinstimmen. Um beim Lesen des Stickmusters nicht
durcheinander zu kommen kann man einen kleinen Trick anwenden. Man
steckt das Muster zum Sticken in eine Klarsichtfolie. Jetzt kann man
mit einem Folienstift alle schon bearbeiteten Zeilen und Zeichen
abstreichen. Man hat so die Möglichkeit die Arbeit jederzeit
zu unterbrechen und erspart sich mühevolles
Nachzählen.
Muster zum Sticken findet man in einschlägigen
Fachzeitschriften und natürlich im
Handarbeitsgeschäft. Neben einer Abbildung des fertigen
Objektes findet man hier auch eine genaue Arbeitsanweisung. Die
Materialangaben sind bei Stickanleitungen meist sehr exakt, so dass man
sich beim Kauf darauf verlassen kann.
Für fortgeschrittene Stickerinnen ist es mit Sicherheit ein
besonderer Reiz eine eigene Kreation herzustellen. Wenn man dies tun
möchte sollte man sich zunächst selber ein Muster zum
Sticken herstellen. Dazu zeichnet man das gewünschte Motiv
erst einmal vor und überlegt sich eine mögliche
Farbgebung. Diese Zeichnung sollte dann auf ein Karopapier
übertragen werden. So kann man die benötigte
Stichzahl ermitteln. Die Herstellung eines eigenen Stickmusters ist
eine besonders anspruchsvolle und reizvolle Aufgabe.
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