Sticken und Stricken
Pullover stricken
Ob sie einen Pullover
nach eigenen Vorstellungen oder nach einer Vorlage stricken wollen,
immer sind dabei einige Grundregeln zu beachten.
Bevor sie sich an die Arbeit machen, müssen sie erst einmal
Maßnehmen. Messen sie Oberweite, Taillenweite und
Hüftweite. Suchen Sie in den Maßangaben ihres
Handarbeitsheftes nun die ihren Maßen entsprechende Rubrik.
Die dazugehörende Konfektionsgröße gilt
für sie, wenn sie einen Pullover nachstricken wollen. Aber
Achtung! die Maße der einzelnen Anleitungen stimmen nicht
immer mit den Handels-Konfektionsgrößen
überein. Also sollten sie immer erst Maßnehmen und
vergleichen.
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Für jeden Pullover sollten
sie sich zunächst einen Schnitt herstellen. Dazu
übertragen sie die Maße, die sie in der
Schnittzeichnung auf ihrer Arbeitsanleitung finden, auf ein
Stück Packpapier. Schneiden sie den originalgroßen
Schnitt aus und vergleichen sie ihn immer wieder mit der
fortschreitenden Arbeit ihres Pullovers.
Als nächsten Schritt sollten sie eine Maschenprobe machen.
Eine Maschenprobe ist ein gestricktes Quadrat von etwa zehn Zentimeter,
gearbeitet im Grundmuster des Pullovers. Mit Hilfe der Probe errechnen
sie, wieviele Maschen sie anschlagen müssen. Nehmen sie ein
Bügeleisen, dämpfen die Maschen hoch und quer ab, die
genau innerhalb von jeweils zehn Zentimetern liegen.
Beispiel: Soll ihr Pullirückenteil 45 cm breit werden, dann
multiplizieren sie die Maschenzahl der Breite mit 4,5. Das
heißt: Sie haben bei 10 cm Maschenprobe 22 Maschen
abgezählt, dann müssen sie jetzt 22 mal 4,5 = 99
Maschen plus Randmaschen anschlagen. Soll der Pullover bis zum
Armausschnitt 35 cm hoch werden und sie haben auf der Maschenprobe 25
Reihen für 10 cm abgezählt, dann müssen sie
25 mal 3,5 = 87,5 also etwa 87 Reihen bis zum Armausschnitt arbeiten.
Anhand ihrer Maschenprobe können sie also jeden beliebigen
Schnitt ausrechnen.
Wenn sie den Pullover nach
einer Anleitung aus
einen Handarbeitsheft stricken, müssen sie die Ergebnisse
ihrer Maschenprobe mit den Angaben auf der Anleitung vergleichen.
Stimmen die Angaben mit ihrer Probe überein, können
sie die Arbeit genau nach Vorlage ausführen.
Fällt die Maschenprobe zu klein aus, sollten sie es mit
stärkeren Nadeln probieren.
Fällt die Probe zu groß aus, verwenden sie besser
dünnere Nadeln.
Sollte ihre Probe immer noch nicht mit den Angaben der Anleitung
übereinstimmen, dann berechnen sie die nötigen
Maschen selber.
Beginnen sie immer mit dem Rückenteil ihres Pullovers; sie
können dann, sollte sich der Rücken als zu schmal
erweisen, bei den Vorderteilen rechts und links noch einige Maschen
anfügen, um die nötige Weite für ihren
Pullover zu bekommen. Die Seitennaht verrutscht dadurch etwas nach
hinten. Vergessen sie nicht, in solch einem Fall auch bei den
Ärmeln einige Maschen hinzuzufügen.
Nach dem Rückenteil des Pullovers werden das Vordertei und
dann die Ärmel fertiggestellt. Vernähen sie jetzt die
heraushängenden Fäden sorgfältig in den
Teilen.
Jetzt fügen sie die Einzelteile ihres Pullovers zusammen.
Zuerst werden die Schulternähte geschlossen. Dann
nähen sie die Armkugeln in den Armausschnitt. Beginnen sie
dabei, indem sie die Ecken aufeinander stecken und von hier aus die
Naht zusammennähen. die gfößte Weite soll
auf der Schulter liegen. Unter der Achsel sind die Nähte
glatt. Schließen sie dann die Ärmelnähte
vom Bündchen aus beginnend. Es folgen die
Seitennähte.
Wenn ihr Pullover soweit fertig ist, können sie zum
Schluß Blenden, Kragen oder Bündchen anstricken oder
anhäkeln.
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