Sticken und Stricken
Tischdecken besticken
Tischdecken
besticken, ist eine alte Kunst die viel Geduld und liebe zum Detail
erfordert. Beim Sticken haben sich viele verschiedene Techniken
entwickelt. Die wohl bekannteste ist der Kreuzstich. Bei diesem
Verfahren wird als erstes ein schräger Stich gemacht und
darüber ein zweiter in entgegengesetzter Richtung. Bei einer
Reihe von Kreuzstichen, stickt man erst die ganze Reihe der unteren
Stiche und bei der Rückreihe stickt man den oberen Stich.
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Weitere Techniken sind unter
anderem:
Kelim bzw.
der Stengelstich, das Stickbild sieht aus wie gestrickt und weist
waagerechte bzw. senkrechte Reihen auf. Gobelin ähnelt der
Bildwirkerei. Die Stichtechnik ist ziemlich einfach und wird auch
halber Kreuzstich genannt. Nadelmalerei, heist so, weil die fertige
Stickerei aussieht wie ein gemaltes Bild. Die Technik besteht aus
Flachstichen, die teilweise ineinander gesetzt werden um einen besseren
Farbübergang zu erreichen. Bei der Ajour-Stickerei und beim
Hardanger werden Fäden des Stoffes durch das Garn eng zusammen
gezogen, somit entstehen Durchbrüche. Zusätzlich kann
der
Stoff mit verschiedenen Stichvariationen verziert werden. Bargello
nennt man auch die florentiner Stickerei. Richelieu, ist eine Technik,
bei der die Kanten des Stoffes mit dem Schlingenstich verziert werden.
Sashiko
ist eine japanische Verziertechnik. Quillarbeit, eine Sicktechnik der
Indianer.
Zum Tischdecken besticken
benötigt man:
Nähnadel mit
Öhr
Die Beschaffenheit der Nadel sollte sich nach
dem Stoff
richten. Es gibt Nadeln mit runden oder spitzigen Spitzen,
kürzere, längere, gebogene oder grade Nadeln. Auch
die
Größe des Öhrs ist verschieden. Lassen sie
sich hierzu
bitte im Fachgeschäft beraten.
Garn
Je nach Geschmack, gibt es für das Tischdecken
besticken
verschiedenen Garne. Die gebräuchlichsten sich Perlgarn und
Sticktwist. Sticktwist besteht aus 6 Fäden und hat den
Vorteil,
dass man den Faden, für feine Stickereien, teilen kann.
Perlgarn
kann man hingegen nicht teilen, er ist glänzend und hat eine
glatte Oberfläche.
Auch Wolle oder Nähgarn kann verstickt werden.
Stoff
Die Auswahl des Stoffes richtet sich nach der angewandten
Technik.
Bei manchen Techniken, wie z.B. beim Kreuzstich muss der Stoff
zählbar sein um ein gleichmäßiges Bild zu
erreichen.
Aida-Stoff, Leinen oder Stramin gehören zu den
zählbaren
Stoffen.
Ein bereits aufgedrucktes Stickmuster ist beim Tischdecken besticken
für Anfänger empfehlenswert.
Stickrahmen
Damit der Soff bei der Stickerei nicht verzogen wird, sollte
er
straff in einem Stickrahmen gespannt werden. Meist sind die Stickrahmen
rund und bestehen aus zwei Ringen. Der Stoff wird zwischen die Ringe
gelegt, danach verschließt man den inneren und den
äußeren Rahmen fest miteinander. Beim Tischdecken
besticken
muss man den Rahmen immer wieder an die gerade zu bearbeitende Stelle
setzten bzw. bei zu großen Stickereien aus schweren Stoffen,
verwendet man eckige Rahmen.
Lupe
Bei feinen Stickereien ist es angebracht eine Lupe zu
verwenden um
die vorgezeichneten Muster exakt anzusticken und das Ermüden
der
Augen zu vermeiden. Hierfür gibt es extra Lupen mit Schwenkarm
und
integrierter Lampe.
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